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TU Berlin

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Die SPOSH Kamera

Lupe

Beobachtungen der Meteoroiden-Population im Erde-Mond System

Die terrestrischen Planeten und ihre Monde kollidieren jährlich mit hunderten von Tonnen kleiner Objekte, die von Kometen und aus dem Asteroidengürtel stammen.  Die Untersuchung dieser „Meteoroiden“ liefert ein tieferes Verständnis für Ursprung und Zustand der Kleinplaneten.  Meteore („Sternschnuppen“) am irdischen Nachthimmel sind für Planetenforscher ein bekanntes Phänomen. Treffen Meteoroide die Mondoberfläche, geben sie einen Teil ihrer kinetischen Energie als Lichtblitze ab, wie erst kürzlich mit Teleskopen nachgewiesen werden konnten.

Das Kamerasystem SPOSH (Smart Panoramic Optical Sensor Head) soll diese kurzlebigen Erscheinungen erstmalig systematisch beobachten. Die Kamera verfügt über eine empfindliche 1024x1024-CCD und eine lichtstarke Weitwinkeloptik (f/1; 120°x120°), ergänzt durch ein Photometer, das die Lichtkurven der erwarteten Lichtblitze spektral und mit hoher Zeitauflösung erfassen soll.  Mit Hilfe spezieller Instrumentensoftware ist SPOSH in der Lage, die Ereignisse automatisch zu erkennen.  Es sollen Zeit und Ort, Magnituden und Häufigkeiten ermittelt werden, um Rückschlüsse auf Flussraten, Art und Bahnverteilung der Meteoriten ziehen zu können. Geplant sind Vergleiche der SPOSH-Daten mit der lunaren Kraterbildungsrate, der Rate seismischer Impaktereignisse sowie der Statistik erdnaher Asteroiden und früherer Meteorraten.

Der Einsatz der SPOSH Kamera soll im Rahmen von erdgestützten Beobachtungsprogrammen erfolgen.  Für die Beobachtung von Impakten auf der Mondoberfläche ist auch der Einsatz an Bord eines Satelliten in der Mondumlaufbahn denkbar, ein Projekt, für das an der Technischen Universität Berlin derzeit eine Phase-A Studie durchgeführt wird.

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