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TU Berlin

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Die Entwicklung von Regolith

Lupe

Sonderforschungsbereich TRR 170: Late Accretion onto Terrestrial Planets

Einschläge von Meteoriten finden sich auf der gesamten Oberfläche des Mondes. Eines der wichtigsten Wesensmerkmale von Einschlagprozessen ist das Schmelzen des Mondgesteins, hervorgerufen durch die hohen Temperaturen bei dem Einschalg. Die Untersuchung des geschmolzenen Materials, als Überrest des Einschlagprzesses, kann uns Aufschluss über das Große Bombardement und somit über die frühe Entstehung der terrestrischen Planeten geben.

Ziel der Arbeit ist es, ein besseres Verständniss für die langzeit Effekte von Einschlagprozessen auf das Vorhandensein von geschmolzenem Material unterschiedlichen Alters an der Mondobverfläche zu bekommen. Es lassen sich begründete Einschätzungen vornehmen, wie viel geschmolzenes Material bei Einschlägen verschiedener Größenordnungen freigesetzt wurde, wie tief die Aushöhlung war und die wie viel ungeschmolzenen Material an der Oberfläche umverteilt wurde. Der kumulative Effekt von Einschalgprozessen über einen langen Zeitraum, mit der Gesteinsschmelze, der Abtragung und Verschüttung des Gesteins ergibt ein Megaregolith, der eine komplexe Verteilung des geschmolzenen Materials mit zunehmender Tiefe aufweist.

Die Leistung heutiger Rechner macht es möglich, die Zusammensetzung und Verlagerung von Regolith mittels der Monte Carlo Methode zu simulieren und somit ein Bild der zeitlichen Entwicklung des Regoliths in Abhängigkeit der Tiefe aufzuzeichnen. Mit der Verfolgung der Entstehung und Auftretens von geschmolzenem Material lässt sich ableiten, wie es mit dem Regolth vermischt wurde, und welche Mengen an geschmolzenen Material zu bestimmten Zeitpunkten in Gesteinsproben zu erwartet sind. Mit dem Vergleich der Ergebnisse der Simulation mit Altersbestimmungen anhand von Gesteinsproben lässt sich unser Wissen über die Geschichte lunarer Einschläge verbessern.

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