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LRO Mission
Am Mittwoch, den 18. Juni 2009 um 23:12 Uhr (MESZ) wurde der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida an Bord einer Atlas-V Rakete zum Mond gestartet. Mindestens ein Jahr lang wird die Raumsonde den Mond auf einer kreisförmigen, polaren Umlaufbahn in einer relativ geringen Höhe von nur 50 km über der Mondoberfläche umkreisen. Die Missionsziele höchster Priorität der LRO sind:
- Auffinden von geeigneten Landeplätzen für zukünftige, bemannte Raumfahrtmissionen
- Identifizierung von potentiellen Rohstoffquellen
- Erforschung der kosmischen Strahlungsverhältnisse auf dem Mond
Zwei der sieben Instrumente an Bord der Raumsonde LRO sind der Lunar Orbiter Laser Altimeter (LOLA) und die Lunar Reconnaissance Orbiter Camera (LROC). An beiden Experimenten dieser aktuellen NASA Mission ist Prof. Jürgen Oberst, TU Professor und Abteilungsleiter der Planetengeodäsie am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), als "participating scientist" beteiligt. Zusammen mit seinem Team an der TU Berlin und am DLR wird er diese hochgenauen neuen Monddaten wissenschaftlich auswerten.

- Eines der ersten NAC Bilder vom 2.07.09.
- © NASA/GSFC/Arizona State University
Die Lunar Reconnaissance Orbiter Kamera besteht aus einer Weitwinkelkamera (WAC) und zwei hochauflösenden Kameras (NACs). Während die WAC die Mondoberfläche mit einer Auflösung von 100 m pro Pixel global kartiert, liefern die NACs Bilder von ausgewählten Gebieten in noch nie dagewesener Auflösung von nur einem halben Meter pro Pixel.
Die Bilddaten der LROC Kameras werden als Grundlage für die Erstellung neuer Mondkarten und zur Ableitung sehr genauer Digitaler Geländemodelle (DGMs) dienen.
mehr zu: LROC - Das Kamera-Experiment

- Die charakteristische 'Würfelfünf' LOLA's (LRO Laser Altimeter). Pro Laserschuß wird der Laserstrahl in 5 Strahlen aufgeteilt, was die Datendichte deutlich gegenüber herkömmlichen Laserexperimenten erhöht.
- © NASA
Das LOLA Laser Altimeter an Board des LRO Spacecraft arbeitet wie ein überdimensionaler Laserpointer, der 28 mal pro Sekunde auf den Mond schießt. Die Zeit, die jeder einzelne Laserschuß braucht, um vom LRO-Spacecraft zum Mond und zurück benötigt kann in eine Entfernung umgerechnet werden.
Eine Besonderheit des Lasers ist, dass der Strahl durch eine spezielle Optik in 5 einzelne Strahlen aufgeteilt wird und somit pro Schuß 5 Entfernungsmessungen erhalten werden. Dadurch entsteht ein präzises und dichtes digitales Höhenmodell des Mondes.
mehr zu: LOLA - Das Laser Altimeter Experiment