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Perseiden meteor Kampagne 2010

- A bright Perseid meteor captured by the SPOSH camera in Parnon on the 12th of August at 19:06:40 UTC

- © DLR
Einleitung
Alle Jahre wieder - in der Zeit vom 17. bis 24. August - durchkreuzt unsere Erde den Orbit des Kometen 109P/Swift-Tuttle, des Mutterkörpers der Perseiden. Die Rückstände, die der Komet als Staubspur auf seiner Reise hinterlässt verglühen in der Erdatmosphäre und bringen dadurch einen der bekanntesten Meteorströme hervor, die Perseiden. Das Maximum des Meteorstroms sollte in der Nacht vom 12. zum 13. August zwischen 1:30 und 4:00 MESZ bei einer Radiantenposition von RA: 3h12m und DE: +58° und mit einer erwarteten ZHR (zenithal hourly rate) von 100 erreicht werden.
Aufgrund der Regelmäßigkeit ihres Auftretens und der günstigen Jahreszeit (Sommer auf der Nordhalbkugel) wird alljährlich eine große Anzahl von Beobachtungen rund um den Globus angestrengt. Die Technische Universität Berlin (Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik), das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt, DLR (Institut für Planetenforschung, Berlin Adlershof) und das European Space Research and Technology Centre (ESA / ESTEC) beteiligen sich seit geraumer Zeit gemeinsam an der systematischen Beobachtung der Perseiden.
Unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Jürgen Oberst nahmen Studenten der TU Berlin zum dritten Mal in Folge an der Perseiden-Kampagne teil und unterstützen die Mitarbeiter des DLR tatkräftig bei Vorbereitung, Feldarbeit und Datenanalyse.
Zielsetzung
Ziel unserer Beobachtungen war es:
- eine Unterscheidung zwischen Strommitgliedern und vereinzelten Meteoren vorzunehmen und hierzu einen möglichst großen Datensatz herzustellen.
- Trajektoren und Bahnelemente der Meteore zu berechnen um daraus Rückschlüsse auf den Orbit des Kometen Swift-Tuttle zu ziehen.
- Leuchtdauer, scheinbare Helligkeit, Temperatur und Winkelgeschwindigkeit zu bestimmen um die Größe und Zusammensetzung der Staubpartikel des Meteorstroms abzuschätzen.
- die Methodik bei Beobachtung und Datenanalyse weiter zu verbessern
Umsetzung
Bevor sich die drei Arbeitsgruppen auf den Weg machten wurde der Aufbau unseres Equipments im DLR geübt und die Synchronisation unserer Uhren sichergestellt.Schließlich wurde mittels der SPOSH-Kamera (Smart Panoramic Optical Sensor Head) zusammenhängendes Bildmaterial des Nachthimmels von vier Standorten in Österreich und Griechenland aus aufgezeichnet. Zwei der Beobachtungsstationen waren mit einer rotierenden Blende ausgestattet, die Unterbrechungen in der Abbildung der Leuchtspur der Meteore produziert, woraus sich Leuchtdauer und Winkelgeschwindigkeit ableiten lässt. Eine Canon EOS 5D wurde nicht unweit der SPOSH-Kamera für Farbaufnahmen aufgestellt, da die SPOSH auf Graustufenbilder beschränkt ist. Zusätzliche visuelle Beobachtungen wurden durchgeführt, um einen Eindruck darüber zu erhalten, wie stark die Empfindlichkeit der Kamera von der des menschlichen Auges abweicht.
Die diesjährige Kampagne wurde von drei Teams an Standorten in Österreich (Gahberg) und Griechenland (Parnon, Mainalon) durchgeführt.
Team Gahberg: Heinrich Unbekannt, Dr. Joachim Flohrer, Natalia Barri, Roswitha Neumann, Valentina Schmidt, Wilfried Tost, Xian Shi
Team Mainalon: Anastasios Margonis & Ali Iftikhar
Team Parnon: Jacob Nsiah & Stefan Elgner
Links zu Feld Tagebücher:
Team Gahberg
Team Mainalon
Team Parnon